Waldkunde-Institut Eberswalde

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HOFMANN, G.; JENSSEN, M.

Laubmassen und ihre Entwicklung in mitteleuropäischen Rotbuchenwäldern

Beiträge für Forstwirtschaft und Landschaftsökologie 31 (1997), 3, S. 97-103.
ISSN: 0323-4673

Kurzfassung

Auf der Grundlage von bis zum Ende der siebziger Jahre erhobenen Streufalldaten wird ein Modell entwickelt, das etwa die Hälfte der Varianz des jährlichen Laubfalls mitteleuropäischer Buchenwälder über die Abhängigkeit vom Standort, dem Mitteldurchmesser und der Baumzahl je Hektar erklärt. Mit zunehmender Bodennährkraftstufe und abnehmender Höhenstufe steigt die Laubmassenbildung in nicht grundwasserbeeinflußten Buchenwäldern an. Über den Vergleich der Modellwerte mit Streufallmessungen aus den achtziger und neunziger Jahren können Aussagen über die Entwicklung der Laubmassen abgeleitet werden. Die Laubmassen nordostdeutscher Buchenwälder lagen in den Jahren 1988 bis 1992 um 10 bis 25 % unter und von 1993 bis 1996 im Mittel um 5 % über den Modellwerten innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite. Aus den Untersuchungen folgt, daß Kronenverlichtungen nicht notwendigerweise mit entsprechenden Laubverlusten verbunden sind.

 

 

HOFMANN, G.; ANDERS, S.; MATTHES, B.

Das potenziell-natürliche und derzeitige Waldbild in den ostdeutschen Wäldern. Übersichtsinformation zu Verbreitung, Flächenanteil, Baumartenzusammensetzung, Ökologie und Nettoprimärproduktion der potenziell-natürlichen Waldvegetation und der derzeitigen Forsten
 

Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft 196, Wiedebusch Hamburg 2000, 93 S.
ISSN: 0368-8798

Kurzfassung

Die vorliegende Übersichtsinformation will auf der Grundlage bisher erarbeiteten Wissens über die naturnahe Waldvegetation und ihre ökologischen Bedingungen das natürliche Waldbild in Karten und Daten skizzieren, die natürliche Baumartenzusammensetzung der Wälder in den Grundzügen herausarbeiten sowie im Vergleich mit der aktuellen Bestockung auf das Maß der heute gegebenen Naturabweichung hinweisen. Angesichts stärker werdender Bestrebungen in der praktischen Forstwirtschaft nach Naturannäherung der Waldstrukturen und ökologischer Fundierung des Wirtschaftsprozesses erscheinen solche Informationen hilfreich für forstliche Planungen auf dem Wege zu diesem Ziel. - Die Basis für die Auswertung waren Kartenunterlagen mit vegetationskundlichen und ökologischen Informationen sowie Forschungsergebnisse des Instituts für Forstwissenschaften Eberswalde und Arbeitsergebnisse der forstlichen Standortserkundung. Die Informationsgewinnung aus den Karten erfolgte über ein einheitliches Rasternetz, das die Landesfläche der ostdeutschen Länder (außer Berlin) mit 16.906 Punkten erfasste. Die Angaben in Flächenprozenten beziehen sich auf Landflächen. Daten, die für die Flächen und Areale ausgewiesen werden, sind flächengewogene Mittelwerte. - Als potentiell-natürliche Waldvegetation wird diejenige Waldvegetation verstanden, die derzeitig als Ergebnis des Zusammenwirkens der gegebenen Klima- und Bodenbedingungen mit gebietsheimischen Pflanzenarten als relatives Dauerstadium vorhanden wäre. Sie wird aus der Untersuchung naturnaher Waldreste bei gleichzeitiger Analyse sekundärer (künstlicher) Vegetationsformen anhand definierter Merkmale abgeleitet. - Bei den natürlichen Waldvegetationsformen unterstellen die Ergebnisse weitgehende Gleichaltrigkeit des Baumbestandes sowie eine Stammzahlhaltung, die ein Maximum der Nettoprimärproduktion an Holzmasse gewährleistet (nach Ertragstafeln kalkuliert). Die Angaben zur Nettoprimärproduktion umfassen die oberirdische Phytomassen-Trockensubstanz und erfolgen in Tonnen/Hektar. - Die Werte sind Durchschnittswerte und beziehen sich auf Zeiträume zwischen dem Beginn  und der Kulmination der Nettoprimärproduktion (DNPmax) bzw. auf den Umtriebszeitraum bei Forsten (DNPu). Angaben zur laufend jährlichen Nettoprimärproduktion zum Zeitpunkt der Kulmination erfolgen mit der Kennzeichnung LNPmax. - Das Bezugsgebiet ostdeutsche Länder umfasst eine Gesamtfläche von 10,833 Mio ha, davon 2,955 Mio ha Waldfläche.

 

 

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